Reviews zum Album Unbelievable

 
•Crossover (Online-Magazin) - new -
   

Harte Rockbands mit Sängerinnen sind ja nach wie vor ziemlich in Mode. Viel schief gehen kann bei Admirabilis also nicht, schließlich hat die 2003 gegründete Band gleich zwei Damen am Mikro stehen, die eine singt, die andere schreit und beide verstehen was von ihrem Handwerk, so muss es sein ;-)
Gar zuviel kommerzielles Kalkül sollte man den Münsteranern aber gar nicht unterstellen, denn dafür ist ihr Sound auch zu facettenreich und folgt nicht blind dem symphonischen Trend, den Bands wie After Forever, Xandria oder Lunatica schon zur Genüge ausgereizt haben. Stattdessen regiert auf diesem Debüt flotter, tanzbarer Gothic Rock, mit gelegentlichen Ausflügen in Richtung Dark Wave und Powermetal, während das druckvolle Riffing auch schon mal an Rammstein erinnert. Dieser kräftige und erfrischende Cocktail hört dann übrigens auf die Bezeichnung "Gothicroadmoviesountrack" ...
Und auch wenn noch nicht alles perfekt ausgereift und durchkomponiert wirkt, finden sich unter den 11 Songs doch schon echte Perlen, wie z.B. der flotte Opener "Senseless", der in Rhythmik und Melodik ein bisschen an den Nightwish-Knaller "Wish I Had An Angel" erinnert, das orientalisch angehauchte "Hear This" oder der ebenfalls schwer hitverdächtige Titelsong, welcher seine Qualitäten als Tanzbodenfeger schon unter Beweis stellen konnte. Auch soundtechnisch klingt "Unbelieveable" für eine Eigenproduktion erstaunlich reif und professionell, wenngleich der stilprägende Wechselgesang der beiden Frontdamen Anh und Steffi nicht immer perfekt abgestimmt ist und sich die beiden so z.T. gegenseitig ihrer Wirkung berauben. Das aber steht der hörbaren Qualität von "Unbelieveable" nur sehr bedingt im Wege, so dass man es dieser sympathischen jungen Band nur wünschen kann, dass ihr nächster Tonträger unterm Banner einer Plattenfirma in die Läden flattert.

 
 
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•Reflexion (Online-Magazin)
   

Was Admirabilis hier in Eigenregie auf dem Debüt-Album kreiert haben, klingt professionell und druckvoll und deutet auf ein Flair für gelungene Songstrukturen hin. Dass es sich bei „Unbelievable“ um eine Eigenproduktion handelt, merkt man nicht. Admirabilis brauchen sich nicht von Werken namhafter Bands zu verstecken. Ich würde ihren Stil als abwechslungsreichen Metal-Gotik-Rock bezeichnen und dies gepaart mit modernen Drumloops, rockigen Gitarrenriffs und sphärischer Elektronik. Mal dunkel melancholisch, mal hoffnungsvoll nach vorn mit sehr viel Gefühlen und Melodie. Die elektronischen Klänge bewegen sich im Hintergrund und unterstützen die Melodien.
Die beiden Stimmen von Steffi und Anh ergänzen sich harmonisch. Neben schrillen und aggressiven Gesangspassagen sorgen auch melancholische und klassische Gesangskünste für zusätzliche Abwechslung. Mit „Outside“ und „Dark Streets“ heben sich die obligatorischen Balladen aus dem rockigen Gewitter, welche zum Träumen und Abheben einladen. Besondere Anspieltipps sind „Senseless“, „Unbelievable“, „Addiction“ und „Dark Streets“.
Die Fotos der Band wirken sympathisch, nicht künstlich aufgemöbelt und nicht nur auf die Szene abgerichtet wie zum Beispiel die szenegerechte und klischeehafte Optik von The Birthday Massacre. Was ich mir für die Zukunft wünsche, ist ein wenig mehr Eigenständigkeit, damit sich Admirabilis auch musikalisch von der Masse abhebt; abwechslungsreicheres und eigenständigeres Songwriting gehört bestimmt dazu. Mit dem gelungenen Debüt sind Admirabilis auf dem richtigen Pfad entdeckt zu werden.

 
 
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Fatal-Underground (Magazine)
   

Erster Eindruck -zwei süße schnuckelige Schnecken im dunklen Outfit -hier wird's wohl in die Gothic Richtung gehen ! Naja, mal sehen, Schuber auf und CD rein. Und, ein sanftes Klingklang eröffnet den ersten Song und wird gleich daraufhin mit wuchtigen Gitarrenläufen + leichten Keyboards veredelt. Hinzu gesellt sich alsbald dann auch der zweistimmige weibliche Gesang. Das aber nicht in diesem säuselnden Format ,sondern ungemein rockig mit ner großen Portion Energie beladen. Also ,das ist schon mal alles andere als diese typische schwuchtlige Gothic Schose. Wollen wir mal weiter sehen. Und auch das, was an Klängen der nächsten Songs so an meine Ohren dringt, ist alles andere als nen billiger Abklatsch. Das gesamte musikalische Geschehen stellt sich als gekonnte Mixtur aus leichtem Dark Wave und Gothic Rock dar. Zum Glück hält man sogar das Keyboard sehr im Hintergrund, setzt aber umso mehr auf die beiden weiblichen Gesangsparts. Trotz des etwas hervorstechenden Gesangs gehen die Burschen an den Instrumenten niemals in diesem unter, sondern unterstützen noch zusätzlich den absolut starken Ausdruck der beiden Stimmen. Was die beide Schnecken und drei Burschen uns hier auf ihrem Debüt anbieten, ist echt nicht von schlechten Eltern. Ein klein wenig mehr Feinschliff würde den Songs zwar noch besser zu Gesicht stehen, aber ansonsten kann man das teil Freunden solcher Mucke unbedingt empfehlen.

 
 
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Sound 2 Move (Online Magazine)
   

Es ist schon Unbelievable (Unglaublich), was so manche junge Band aus eigener Kraft zustande bringt, wenn nur genügend Herzblut und Können in das musikalische Projekt investiert wird. Bestes Beispiel hierfür sind Admirabilis, die mit Unbelievable, ein Debütwerk abliefern, das komplett in Eigenregie entstand und sich trotzdem, nicht vor den grossen Bands zu verstecken braucht.
Den Sound, den Admirabilis praktizieren, lässt sich am besten als teils rotziger, teils melancholischer Gothic Rock umschreiben, der mit leichten elektronischen Elementen angereichert wird. Die Produktion erweisst sich hierbei, als überraschend professionell und druckvoll umgesetzt, lässt somit keine Wünsche offen und sorgt dafür, das dieses Album weit aus der Masse der Eigenproduktionen hervorsticht. Zusätzlich, können Admirabilis auch noch jenen Funken an Originalität und Eigenständigkeit aufweisen, den es heutzutage braucht, um auf breiter Ebene Gehör zu finden. Denn hier wird kein genretypisches, zweigeschlechtliches Gesangsduett geboten, steht auch kein Mann, mit tief trauriger Stimme hinterm Mikro, sondern es teilen sich zwei Damen den Sangesposten. Dabei verfügen Steffi und Anh, so die Namen der Frontladys, über ganz unterschiedliche Stimmorgane, die hier mit dem nötigen Feingefühl kombiniert und somit zu einem kontrastreichen und spannenden Gesangsduell zusammengefügt wurden. So singt die eine mit einer klaren, teils fast schon engelsgleichen Stimme, während die andere, mit ihrem rauen und rockigen Gesang, den überzeugenden Gegenpol dazu bildet.
Um dem ganzen aber noch die Krone aufzusetzen, beweisen Admirabilis auch noch ein sicheres Händchen für gelungene Songstrukturen, verleihen den Songs immer wieder neu Facetten, ohne dabei auf ein Höchstmass an Eingängigkeit und Ohrwurmqualitäten zu verzichten. Schon mit Senseless, dem rockigen Eröffnungssong, kann die Band vollends überzeugen, wobei mit Angel of Justice und dem Hammersong Black Eyes, extrem Stark nachgedoppelt wird. Aber auch danach, verfügt die Band über genug musikalisches Pulver, schüttelt mit of Angels and Demons, Hear This, Human Error oder auch dem Titeltrack, einen Klassesong nach dem andere aus dem Ärmel.
Wow, ich kann nicht sagen, wie lange es her ist, dass mich eine Eigenproduktion so vollumfänglich überzeugt hat, wie das Debütwerk von Admirabilis. Ich finde hier einfach keine Kritikpunkte, da sowohl die Produktion, der Gesang, die musikalische Umsetzung oder die Songs an sich, über alle Zweifel erhaben sind. Hier kann man keine typischen Schwächen ausmachen, die man so oft bei Eigenproduktionen antrifft, sondern hier wird durch und durch auf professionellem Niveau gearbeitet, was auch auf die CD Aufmachung zutrifft.
Somit ist dieses Album, eine klare Empfehlung für alle Fans von rockigem Gothic Rock und jene sollte mal auf der Bandhomepage vorbeischauen, dort in die vorhandenen MP3 Häppchen reinhören und sich selber von der Qualität von Admirabilis überzeugen.
PS: Wo bleibt der Plattendeal für Admirabilis??????
N. Rohner – http://www.sounds2move.de/ / 06.07.2005

 
 
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German Rock (Nr. 27 Magazine)
   

Neues aus dem Land der düsteren Phantasien kredenzen Admirabilis mit ihrem Debütwerk Unbelievable. Obwohl - die Reinform gotischer Todessehnsucht und Kadaververehrung sieht man hier eher weniger. Stattdessen regieren Nachdenklichkeit, Aggression und Witz die interessant geschriebenen Lyrics, während das Goth Metal Soundskelett kräftigst mit alternativem Fleisch gefüllt wird. Dass das nicht nur gut zusammenpasst sondern auch eine Sammlung hervorragender Ohrwürmer hervorgebracht hat, lässt sich bereits anhand der Kostproben auf der Bandpage beweisen, erst recht jedoch nach Einverleibung der kompletten CD. Das Zeug ist anschließend nur per Korkenzieher aus den Lauschlappen zu entfernen. Egal, ob böse Heavy-Knaller wie Senseless, Popcore-Kracher wie Hear This, die steilen Töne von Dark Streets, oder Dunkelstoff wie Black Eyes aufliegen, outet sich keiner der 11 Tracks als Füllmasse.
43 Minuten lang strömt sehr gut produzierte Unterhaltung aus den Boxen und besonders die beiden Frontfrauen setzen Glanzlichter. Die eine verkörpert mit ihrer rauen Röhre den rockig-alternativen Anteil, die andere stellt durch ihre glockenhelle Stimme (die bei Bedarf aber ebenfalls derbe abgehen kann) den gotischen Widerpart dar. Wo es möglich ist, spielen die beiden ihre Stärken aus. Stellenweise allerdings gelingt das nicht 100%ig und die Gegensätze werden für meinen Geschmack ein wenig zu groß. Wer die downloadbaren Songbeispiele mag, darf sich aber ruhig das ganze Album kaufen, denn insgesamt handelt es sich um eine gutklassige Scheibe mit hohem Suchtfaktor, woran der dreiköpfige "Rest" der Band zweifellos große Mitschuld trägt. "Unbelievable" ist für kleines Geld käuflich.

 
 
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Vampster (Webzine)
   

Als kleines Studioexperiment begann 2003 die Zusammenarbeit der fünf ADMIRABILIS-Musiker, die sich aus drei verschiedenen Bands zusammensetzen. Doch schon bald schien sich die Zusammenarbeit musikalisch zu lohnen, so dass die Band aus Münster ihre Zielvorgaben korrigierte und das "Projekt" ADMIRABILIS ad acta legte, um dafür die Band ADMIRABILIS aus der Taufe zu heben.
Und die drei Männer und zwei Frauen haben gut daran getan, offerieren sie doch mit "Unbelievable" ein beachtliches Debütalbum, das sich als Eigenproduktion kaum vor Werken eingesessener Bands zu verstecken braucht. Die Musik verbindet Gothic Metal mit etwas Dark Wave, wobei das Hauptcharakteristikum im zweistimmigen Gesang der beiden Frontfrauen Anh und Steffi zu finden ist. Während die eine als richtige Rockröhre gelten kann und die aggressiveren Passagen der Songs ins Mikro schreit, sorgt die andere für die melancholischeren Parts und unternimmt schon mal auch einen Ausflug in die Höhen klassischer Gesangskunst. Die Männer an den Instrumenten ordnen sich dagegen dem Gesang unter und nur selten wird man auf die instrumentale Begleitung besonders aufmerksam. Einzig im negativen Sinne, wenn beispielsweise der Synthesizer etwas zu "billig" klingt (etwa in "Of Angels And Demons").
Die Konstellation der einzelnen Tracks ist hingegen wieder gut gewählt worden. Mit dem flotten Opener "Senseless" wird eingängiger Rock geboten, während das darauf folgende "Angel Of Justice" mehr in Richtung Gothic Metal geht und erstmals das besondere Zusammenspiel der Sängerinnen zum Besten gibt. Dass die Band und insbesondere der zweistimmige Gesang noch in den Kinderschuhen steckt, was nach nicht einmal zwei Jahren der Bandgründung nur allzu verständlich ist, hört man am ehesten in "Of Angels And Demons", wo die Stimmen noch nicht perfekt aufeinander abgestimmt sind. Zur Hälfte des Albums gibt es mit "Outside" dann noch das obligatorische balladeske Lied, das von einem der härteren und am wenigsten Gothic-like Songs des Albums abgelöst wird. In ähnlicher Tonlage geht es mit "Human Error" weiter, dem wohl besten Track des Albums. Nach Gothic Metal-Auftakt nimmt der Song immer mehr Tempo auf. Das Zusammenspiel der Vokalistinnen gelingt hier wieder sehr gut, wobei sich die Stimmen von Steffi und Anh hier in die jeweiligen Extreme - sprich Sopran- und Kreischgesang - verlagern. Gegen Ende dann verbraucht sich der Sound der Combo aus Münster. Etwas mehr Abwechslung im Songwriting hätte hier Abhilfe geschafft. Die Songs sind zwar nach wie vor in ähnlich guter Qualität wie die vorherigen, doch haben sie allesamt zu wenig eigenständige Kontur, um nachhaltig im Gedächtnis zu verharren.
Nichts desto trotz liefern ADMIRABILIS ein respektables Debüt ab, das für eine Eigenproduktion zudem auch ordentlich produziert wurde. Mit etwas mehr Feinschliff am Songwriting, um den Songs - vor allem im instrumentalen Bereich - mehr Eigenleben zu gewähren und noch besser aufeinander abgestimmten Gesangslinien, stehen den Jungs und Mädels sicherlich Tür und Tor zu den Plattenlabels offen. Hörproben gibt es im übrigen auf der Homepage der Band, wo man unter anderem auch das Album für 10 Euro + 2 Euro für Verpackung und Versand bestellen kann

 
 
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Dark Heart (Webzine)
   

Ursprünglich nur als Studio-Projekt gedacht gelang es Admirabilis aus Münster in kürzester Zeit auf sich aufmerksam zu machen. Nach ersten Liveauftritten im Jahr 2004 erscheint mit "Unbelievable" nun ihre Debut-CD mit atmosphärisch düsteren Songs zwischen Metal und Gothic. Nach erstem Hinhören wird klar, hier muß man gleich ein zweites Mal genauer hinhören, denn die elf Songs des Albums sind wirklich sehr komplex und die fünf Musiker von Admirabilis scheinen mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet zu haben. Packend und treibend geht es auf der CD gleich los mit dem ersten Track "senseless", episch anmutend und dem Titel gerecht geht es weiter mit dem Song "angel of justice". Spätestens hier zeigt sich, wo die Stärken von Admirabilis liegen. Alle Songs des Album sind sehr melodisch und rockig und von einer melancholischen Grundstimmung geprägt. Vor allem die beiden Sängerinnen Steffi und Anh beeindrucken mit ihrer gesanglichen Mischung von Heavenly Voices bis harscher Rockröhre, was die Musik von Admirabilis auch braucht. Aber auch die restlichen Musiker überzeugen, und man hat das Gefühl, das hier nicht nur ein Gitarrist, ein Bassist und ein Schlagzeuger mit dabei sind, sondern mehrere - weil es der Band gut gelungen ist ihren Sound sehr dicht und kompakt aufzunehmen. Anspieltips: "Unbelievable", "Senseless". Fazit: Ein starkes Debut!

 
 
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Metal1 (Webzine)
   

Gleich das Intro zum ersten Track "Senseless" des Debüt-Albums "Unbelievable" des Fünfers aus Münster macht klar: Puristen sollten hier sofort wieder abschalten. Denn hier gibt es neben einer amtlichen Portion Gothic Metal auch ordentlich Sampels zu hören. Wie eben im Intro zu angesprochenem "Senseless". Dazu gesellt sich aber ziemlich schnell ein düsteres Riffing, das von einem lockeren Rythmus und, ebenfalls gesampelten, Keyboard-Einlagen flankiert wird. Die besondere Dynamik dieses Songs entsteht allerdings aus der Tatsache, dass mit Steffi und Anh bei ADMIRABILIS gleich zwei Frauen das Mikro in die Hand genommen haben. Und so gibt es hier packende Gesangsduelle zwischen Steffis Rockröhre und Anhs klassischem Gesang zu hören.
Dass das allerdings auch ganz anders geht, beweisen die beiden beim anschließenden "Angel Of Justice". Dieser Track setzt vor allem auf süßlichen Gesang, der dieses Mal allerdings von beiden Damen gemeinsam vorgetragen wird. Zusammen mit dem fließenden Riffing ergibt sich so ein düsterer Klangteppich, der in einem eingängigen Chorus gipfelt. "Black Eyes" hingegen setzt vor Allem wieder auf Dynamik. Diese entsteht allerdings durch den Gegensatz zwischen der ruhigen Strophe und dem rockigen Chorus. Dazu gesellen sich klassische Metal-Riffs und ein richtiges Solo, das sich durch seine erfrischende Kürze gut in die Struktur des Songs einpasst.
Mit "Of Angels And Demons" wird es dann geheimnisvoll. Das wird zunächst einmal im gesampelten Intro klar. Die Key-Sampels bleiben dann auch erhalten und dazu gesellen sich abgehackte Riffs. Gemeinsam mit dem halb gesprochenen Gesang, den beide Vokalistinnen gemeinsam vortragen, baut das Quintett so eine ungeheure Spannung auf. Diese wird allerdings im Chorus dadurch gelöst, dass das gesamte Klangspektrum dichter wird. Sowohl das Riffing, als auch die Drums und sogar der Gesang weisen hier eine wesentlich höhere Dichte auf, als während der Strophen. Ein bedrückendes Lied.
Mit "Outside" kriecht dann die erste Ballade an das Ohr des Hörers heran. Eine Akustik-Gitarre und ruhige Samples unterstützen den süßlichen Gesang, der wiederum von beiden Vokalistinnen vorgetragen wird. Lediglich im Chorus setzt ein zähes Riffing ein. Dieses Lied weckt Emotionen und spricht somit vor Allem für das "Gothic" in der oben gemachten stilistischen Einordnung. Den Gegenpol dazu bildet dann das anschließende "Hear This". Drum-Sampels und verzerrte Gitarren im Intro gehen seht schnell über in ein erdiges Riffing, das auf einem fetten Schlagzeug-Groove liegt. Eine sehr metallische Nummer, bei der Steffi ihre Rockröhre voll ausleben kann, während Anh sich eher auf den Backround beschränkt.
"Human Error" beginnt dann abermals mit einem geheimnisvollen Sample-Intro. Daran schließen sich allerdings sehr schnell für ADMIRABILIS ungewöhnlich hohe Riffs und ein flottes Drumming an, das den Metal-Faktor deutlich nach oben hebt. Dieser Song zeichnet sich abermals durch die Gesangduelle zwischen Anhs fast schon elegisch vorgetragenen Strophen und dem dreckigen Chorus, der von Steffi dargeboten wird, aus. In der Bridge nehmen die Fünf den Fuß dann ein wenig vom Gas. Allerdings nur um danach noch einmal voll durchzustarten. Allerdings schießen sie meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinaus. Denn Steffis Versuch zu growlen klingt doch sehr verunglückt. Ansonsten aber eine sehr rockige Nummer, die eindeutig für den metallischen Anteil von ADMIRABILIS steht.
Unbestreitbarer Höhepunkt von "Unbelievable" ist allerdings der Titeltrack. War dies doch das Stück mit dem alles begann. Ursprünglich als Projekt geplant hatten die fünf Münsteraner diesen Song einst als Download zur Verfügung gestellt. Die Resonanz war allerdings so groß, dass sie sich dazu ermutigt fühlten ein ganzes Album aufzunehmen. Und das ist durchaus verständlich! Der Song beginnt mit einem Gitarren-Intro, zu dem sich dröhnende Drums gesellen. Elegische Gitarrenparts und ein lockeres Bass-Riffing runden den Eindruck des lockeren Rockers ab. Und während der leidende Gesang in den Strophen den Gothic-Faktor nach oben hebt, ist der aggressive Chorus fast schon "richtiger" Metal. Auffällig ist auch der stetige Wechsel zwischen Hauptstimme und Backround im Gesang, so dass man eigentlich gar nicht zuordnen kann, welche der beiden Damen gerade welchen Part übernimmt. In der Bridge schraubt Anh ihre Stimme dann in atemberaubende Höhen, weshalb ADMIRABILIS von einem Kollegen den abfälligen Kommentar ernteten ein Nightwish-Klon zu sein. Für mich allerdings völlig unverständlich, geht das Stück doch anschließend sofort wieder in den aggressiven Chorus über.
Mit "Heartless" wird es dann einmal mehr elektronisch. Eingeleitet wird dieser Track von einem Herzschlag artigen Sample und einem gesprochenen Intro. Dann gesellen sich Anhs hoher Gesang und kurze Gitarrenanschläge hinzu. Schließlich wird das Stück nach dem Einsatz von Drumming, Riffing und Steffis Rockgesang zu einer richtigen Rockröhre. Allerdings nur um das Ruder erneut rum zu reißen und wieder in den düsteren Part über zu schwenken. Ein Wechsel, der noch einige Male wiederholt wird und dem Stück eine fantastische Dynamik beschert. In der Bridge singen Anh und Steffi dann schließlich gemeinsam und nach einem Solo, das trotz seiner Kürze fast schon elegisch zu nennen ist, vermischen sich die beiden Teile endgültig und werden zu einer homogenen Einheit mit faszinierenden Gesangsstrukturen. Das Intro zum nächsten Track "Addiction" wartet dann mit einer neuerlichen Überraschung auf. Hier klingt es schon verdächtig nach Industrial. Mit dem Einsatz des Riffings wird es dann allerdings richtig metallisch, fast schon thrashig, wozu die schnellen Stimmwechsel sicherlich ihren Beitrag leisten. Lediglich der Chorus fällt wegen der klareren Stimmführung etwas meldoischer aus. In der Bridge blitzt dann noch einmal der Industrial-Anteil durch: Kühle Samples und eingestreute Sprachbrocken sorgen für drückende Stimmung. Ein schwerer Banger, der so einigen Konzertbesuchern Nackenschmerzen bereiten dürfte. Der letzte Track "Dark Streets" ist da allerdings völlig anders aufgebaut. Diese Ballade beginnt mit elegischen Keyboard-Samples, zu denen sich Anhs ruhiger Gesang gesellt. Den Chorus darf dann Steffi übernehmen, während Anh im Backround für die epische Note sorgt. Dann setzen nach und nach die anderen Instrumente ein. Leichte Drums in der zweiten Stophe und die Akustik im zweiten Chorus. In der Bridge setzen schließlich noch zähre Riffs ein und das Stück treibt langsam seinem Höhepunkt zu, um langsam auszuklingen.
Damit endet leider auch schon das ganze Album. Festzuhalten bleibt, dass ADMIRABILIS hier für eine Eigenproduktion einen amtlichen Sound hinbekommen haben. Wen wunderts auch. Hat Mike doch ein komplettes Studio zu Hause stehen. Ein weiterer Pluspunkt ist sicherlich auch die doppelte Besetzung im Mikro. So ensteht eine mitreißende Dynamik. Nur das growlen sollten die Mädels lieber sein lassen. Es klingt einfach nicht. Auf der anderen Seite stehen aber wieder die variablen und äußerst experimentellen Songstrukturen die "Unbelievable" zu einem Erlebnis werden lassen. Allerdings fällt das Album auf der anderen Seite auch nicht wieder so vielschichtig aus, dass das Hören eine Qual würde. Die Mischung machts halt. Das einzige wirkliche Manko des Silberlings ist allerdings die Tatsache, dass die Spielzeit mit knapp 43 Minuten doch verdammt kurz ausgefallen ist. Deshalb auch nur sieben Punkte. Gelingt es ADMIRABILIS noch die angesprochenen kleineren Fehler aus dem Weg zu räumen, haben wir hier allerdings sicherlich eine der kommenden Größen aus dem düsteren und experimentellen Bereich des Metal vor uns. Bewertung: 7/10

 
 
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Metalglory (Magazine)
 

Ziemlich flott beginnt dieser selbstausgewiesene Gothicroadmoviesoundtrack. Ein treibendes, mit interessanten Breaks bestücktes Riff in einem gefälligen Gitarrensound lässt aufhorchen. Protzige Keyboard Sounds wirken erfreulicherweise ziemlich unaufdringlich. Mmh, klingt irgendwie alles recht cool. Scheiße auch. Beim Anblick des Bandfotos (drei kurzhaarige Schwarzkittelbengels und zwei Wouldbequeensofdarknees) habe ich mich schon auf einen Verriss gefreut. Der ist bei Admirabilis aber nicht drin. Die beiden Damen verdingen sich am Mikrofon sehr respektabel und unterstreichen mit ihrem Wechselgesang hervorragend die Dynamik der gelungenen Songs dieser Eigenproduktion. Dabei geben sich eine raue und eine klare Stimme während der Stücke die Klinke in die Hand. Keine Ahnung, welche Vocals dabei von Anh und welche von Steffi stammen. Das ist ja auch egal. Beide machen ihren Job gut. Das gilt eigentlich für alle Akteure. Komposition und Produktion stimmen ebenfalls, so dass ich kaum Ansätze zum Meckern finde. Manchmal klingt man noch etwas naiv. Aber hey, die Musiker sind jung und dies ist ein Demo. Daumen hoch also!
Laut eigener Aussage mischen die MünsteranerInnen Power Metal, Wave, Alternative, Punk, Elektro und Gothic Metal zu einer homogenen und verteufelt tanzbaren Mischung. Power Metal kann ich leider nicht entdecken, Punk zum Glück nicht. Der Rest passt schon. Das im Infoblatt suggerierte Roadmovie Soundrack Feeling kommt im Laufe der gesamten Spielzeit komischerweise wirklich auf. Bemerkenswert: Auf diese Weise funktionieren die einzelnen Songs, doch auch die CD als ganzes hat einen hohen Unterhaltungswert.
Im Gothic Underground kenne ich mich nun wirklich nicht aus. Dafür lache ich viel zu gern und habe viel zu viel Spaß daran, den Leuten mit Vorträgen über True Metal auf den Sack zu gehen. Ich habe also keine Ahnung, ob Düsterheimer Demos kaufen. Wenn sie es allerdings tun, dann sollten sie bei „Unbelievable“ auf jeden Fall zugreifen. Admirabilis gehen neue Wege, ohne in Kitsch oder übertriebene Selbstdarstellung zu verfallen. Eine junge Band, die für Überraschungen gut ist, hat sich Lob verdient, auch wenn sie keinen True Metal spielt. Dieses Demo macht Spaß und ist eine hervorragende Bewerbung für größere Aufgaben.

 
 
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Soulsangel (Web-Magazine)
   

Beim ersten Blick auf das Album, fällt einem gleich das schlicht gehaltene Cover mit dem Bandlogo auf, doch das Booklet gibt dafür im ähnlichen Stil viel mehr her.
Beim abspielen der CD sticht Sensless ungehindert ins Ohr und hält den Hörer unablässig fest. Die atmosphärische Harmonie der beiden Sängerinnen Steffi und Anh ist ein gekonntes Spiel zwischen modernen Gothic-Metal und einer guten altbekannten 80er Rockröhre. Besonders in Angel of Justice bieten die beiden ihr ganzes Potenzial im Gesang dar. Admirabilis gibt uns in Outside ihre dunkel-melancholische und sehr harmonische Seite preis. Emotion pur!
Die größte Dominanz bleibt dem Titel-Song angehaftet, unbelievable vermittelt Stärke.
Das Album ist eine grandiose Verschmelzung von 80ern Rockelementen und dem heute geliebten Gothic-Metal, gepaart mit modernen Drumloops und rockigen Gitarren, atmosphärische Keyboards mit ausgewogenen kraftvollen Stimmen der beiden Mädels. Die Power der 5 zieht sich durch das ganze Album, unablässig ihrem eigens kreierten Stil.

 
 
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Gothmund (Web-Magazine)
   

Mit dieser jungen Band aus Münster tritt endlich jemand den Beweis an, dass die Kombination aus weiblichen Vocals, Metal und Gothic nicht automatisch nach einem Plagiat klingen muss. Auch wenn Admirabilis keine revolutionären Neuerungen in ihrem Sound führen, so ist das stimmliche Wechselspiel der beiden Sängerinnen doch äußerst reizvoll. Hier setzt man nicht auf verrockte Arien oder versucht Gläser zu zersingen – hier spielt man in erster Linie grundsoliden Rock. Und der öffnet sich Einflüssen aus Metal, Alternative, Punk und Gothic, welchen sich wiederum der Gesang anpasst. Da wird nach Metal-Art geshoutet, einschmeichelnd gesummt, biestig gefaucht oder melancholisch geschmachtet. Auch die flotten, rockigen und tanzbaren Melodien der Songs wecken bei diesem Debüt die Neugier auf mehr. Mit dieser eigenen Interpretationsweise hebt sich das Quintett angenehm aus der Riege der Nightwish-Nachahmer ab. Denn, ohne den Admirabils-Sängerinnen Anh und Steffis zu nahe treten zu wollen, an das Stimmvolumen einer Tarja Turunen werden sie eh nicht herankommen.

 
 
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